Ein paar Gedanken zu Programm und Ablauf


am 27.02.2011 von Benjamin Buhl

Das Konzept und der Grundgedanke des DestinationCamp sind ebenso wie die Rahmenbedingungen für den Ablauf an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Dennoch möchte ich unsere Gedanken zum Programm noch einmal ein bisschen näher erläutern - auch im Hinblick auf die ein oder andere (sicher) aufkommende Frage.

Die (mehrfache) BarCamp-Erfahrung zeigt, dass der Samstag bei solchen Wochenendveranstaltungen der einzige Tag ist, an dem richtig gearbeitet werden kann. Oder vielmehr: könnte! Leider ist es aber schon Mittag, bis Begrüßung, Präsentation der BarCamp-Regeln, Vorstellung der Teilnehmer, etc. erledigt sind – und wenn man Glück hat werden noch 1 bis 2 Sessions durchgeführt. Und ehe man sich versieht, geht die Sonne auch schon wieder unter, und was bleibt, ist noch der halbe Sonntag – wobei der eine oder andere schon früher abreist, weil er noch einen (natürlich zu respektierenden) längeren Heimweg vor sich hat. Die Erfahrung des beschriebenen Ablaufs gilt nicht nur für BarCamps, aber ich will es mal an diesem Beispiel festmachen.

Sonnenuntergang in der Speicherstadt - (c) Mediaserver Hamburg
Sonnenuntergang in der Speicherstadt - © Mediaserver Hamburg

Wie schon beschrieben, ist das DestinationCamp weder ein klassisches BarCamp noch eine Konferenz oder gar eine einfache Mischform. Und deshalb wird sich auch der Ablauf ein bisschen vom Üblichen lösen und einen Versuch starten, neue Wege zu gehen. Der oft fakultative Freitagabend als “Get-Together” ist daher wichtiger und elementarer Bestandteil der Gesamtveranstaltung. Es soll ja schließlich etwas dabei rauskommen! Wir möchten niemandem ein Pflichtprogramm auferlegen, sondern nur bewusst machen, dass es um Ergebnisse geht. Und um diese sauber zu erarbeiten - so dass auch im Nachhinein ein entsprechender (dokumentierter) Nutzen für die Branche entsteht - ist ein gewisses Maß an Disziplin und damit verbunden, eine gewisse Umstrukturierung des Ablaufs im Vergleich zu den klassischen BarCamps notwendig.

Am Freitagabend (13. Mai) werden nach der Begrüßung auch die Umfrageergebnisse präsentiert, die wiederum die Themenfelder und Workshopthemen ergeben. Wir bitten die Teilnehmer sich im Anschluß der Präsentation noch am Freitagabend in die einzelnen Workshops einzuschreiben. Danach geht es nahtlos in den informellen Teil - in das Get-Together - über. Netzwerken, Socialisen, Austauschen, Kennenlernen – ganz ungezwungen wie üblich. Durch diese Organisation wird sichergestellt, dass wir am Samstag Früh direkt mit den ersten Workshops (weil es ja keine richtigen Sessions sind, zumindest nicht im engeren Sinne) starten können, um so den Samstag komplett zu nutzen. Natürlich wird der zusätzliche offizielle Teil am Freitagabend auch entsprechend “belohnt”: Das Buffet ist im Teilnahmepreis inbegriffen und auch für musikalische Unterhaltung ist gesorgt. Und wer anschließend noch ins Hamburger Nachtleben starten möchte, für den halten wir auch den ein oder anderen Tipp bereit ;)

A propos Teilnahmegebühr: Bestimmt habt Ihr schon gesehen, dass die Teilnahme nicht ganz kostenfrei ist - aber mit dem Hintergrund, was alles in den 89,- € enthalten ist - und dass der Reinerlös an einen guten Zweck geht - sicher ein fairer Beitrag für ein tolles Wochenende!?

Große Freiheit auf der Reeperbahn - (c) Hamburg Mediaserver
Große Freiheit auf der Reeperbahn - © Hamburg Mediaserver

Doch weiter zum Programm: Am Samstag Abend wird - während die Teilnehmer ihre Abendplanung selbst organisieren - der engste Kern des Organisationsteams die Ergebnisse des Tages zusammenfassen und aufbereiten. Am Sonntagmorgen werden diese ganz kurz skizziert und die Überschneidungen der einzelnen Themenworkshops dargestellt. Hierbei sollten sich dann die “größten Brennpunkte” unserer Branche herauskristallisieren, die wir anschließend im Plenum (oder evtl. größeren Gruppen) noch einmal vertiefen wollen. Nach nochmaligem Strukturieren und Zusammenfassen aller Ergebnisse im und mit dem Plenum kann dann ein Fazit gezogen werden, bevor es zum Mittagessen übergeht. Das ist dann auch der gemütliche Ausklang der Kreativ- und Zukunftswerkstatt.

Im Nachgang werden wir die Ergebnisse noch einmal sauber gliedern und nachvollziehbar niederschreiben, sodass es als “das Ergebnis des DestinationCamp” wenige Wochen später eine Art Whitepaper für die Branche gibt – mit klaren Aufgabenstellungen, Zukunftsperspektiven und Handlungsempfehlungen. Da fällt mir auf: Klingt nach viel Arbeit, aber wenn es soweit ist auch sicher ein wenig Stolz für jeden, der aktiv daran mitgewirkt hat…

PS: Samstag Abend werdet Ihr natürlich nicht komplett alleingelassen - die Profis von Hamburg Tourismus stehen mit Empfehlungen und Tipps zur Verfügung. Und wer gerne nach dem Abendessen eine geführte Kneipentour machen möchte, für den gibt's dann einen Treffpunkt zu etwas späterer Stunde, um gemeinsam das Hamburger Nachtleben unsicher zu machen. Oder frei nach mir selbst: "jedem Durscht kann geholfen werden" ;)

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