DSTNCMP²⁶ TAG 2
Poetry Pop im Brix 0.1.
Ein kraftvoller Beat, ein harter Rhythmus und klare Texte – für kurze Zeit bestimmten E-Piano, Poetry Pop und Rap-Lyrik die Lautstärke am zweiten Abend des DSTNCMP26. Dann dominierten im Lido-Restaurant Brix 0.1. wieder Reden und viel Lachen die Klangkulisse. Wie eine Skulptur wölbt sich die perforierte Außenschale aus Cortenstahl über das gläserne Restaurant und die offene Küche. Große Sonnenschirme auf der Terrasse am See schützten vor den Regentropfen.
Die Stimmung knistert, die Gespräche kreisen um die Erlebnisse, Workshops und Diskussionen des Tages. Die stimm- und beatgewaltige Einlage der "Bumtschak Welle" klingt etwa 30 Minuten durch das Brix 0.1. Denn am 2. Abend des DestinationCamp stehen traditionell das zwanglose Zusammensein und der Austausch im Vordergrund.
MODERIERENDE LOBEN DEN VERÄNDERUNGSWILLEN
Am Vormittag haben die über 220 Teilnehmenden in 16 spannenden Workshops und Sessions über Strategie, Führung, Nachhaltigkeit, Technik, Gastgewerbe und Best Practices diskutiert. Die Moderatorinnen und Moderatoren zogen ein begeistertes Fazit.
Gesa Zötler: "Unsere Sessions wurden getragen von einer ausgelassenen Stimmung, lautem Lachen und vielen kreativen Köpfen, die ihre Ideen und Erfahrungen einbrachten. Unsere Teilnehmenden hatten den Mut, im wahrsten Sinne des Wortes "neue Hüte" aufzusetzen und Denkrichtungen einzuschlagen, die bei ihnen eher unbeliebt waren. Ich war und bin erstaunt von ihrer Offenheit, ihrer Kreativität und ihrem großen Erfahrungsschatz."
Bernd Reutemann: "In der Session wurde schnell klar: Hier sitzen Menschen, die bereits viel richtig machen – und trotzdem offen sind, voneinander zu lernen. Jede:r hat eigene Best Practices geteilt. Ehrlich. Konkret. Mit Herz. Und am Ende ging niemand nur mit guten Gedanken raus, sondern mit einer klaren Maßnahme für den eigenen Alltag. Das Mindset stimmt. Der Wille zur Veränderung ist da. Und der Austausch zeigt einmal mehr: Wir müssen nicht immer alles neu erfinden. Manchmal reicht es, voneinander zu lernen."
Marco Giraldo: "Die Diskussion hat gezeigt, wie wichtig es wird, Tourismus ganzheitlicher zu betrachten. Also auch mit Blick auf Lebensqualität, Ressourcen und die Wirkung auf die Region. Bei der Frage, wie Zusammenarbeit in Zukunft funktionieren kann, war ein Highlight die Diskussion darüber, wer denn tatsächlich die Entscheidungen trifft – aber oft nur indirekt am Verhandlungstisch sitzt."
Isabell Decker: "Die Zukunft von Führung ist nicht weiblich – sie ist vielfältig. Female Leadership ist kein Gegenmodell, sondern der Beweis, dass Führung besser wird, wenn mehr Perspektiven Verantwortung übernehmen."
NACHMITTAGS WURDE AUS DEM DENK- EIN ERFAHRUNGSRAUM
Nachmittags verteilten sich die Teilnehmenden auf zwei Zusatzsessions bei Duka und Durst sowie auf Führungen durch die Architekturstadt Brixen, das südliche Portal des Brenner Basistunnel sowie Besichtigungen der Fünfsterne-Hotels Forestis Dolomites, Santre dolomythic home und My Arbor.
Transformationserfahrungen und Innovationen aus Wirtschaft und Hotellerie sollen den Denkraum der Branche zum Erfahrungsraum erweitern. Andere ließen sich auf dem 700 Jahre alten Griesserhof das Zusammenwirken von Landwirtschaft und Tourismus erklären.
WOLFGANG TÖCHTERLE ÜBER LANDWIRTSCHAFT UND TOURISMUS
Landwirtschaft und Tourismus zählen in Südtirol zu den tragenden Säulen der regionalen Wirtschaft. Seit Jahrzehnten sind sie "eng miteinander verflochten und prägen gemeinsam eine Kulturlandschaft und das kulinarische Angebot, für das Südtirol bekannt ist", erklärte IDM-Marketingchef Wolfgang Töchterle den Zuhörern im Brix 0.1. IDM Südtirol – Alto Adige fungiert als strategisches Bindeglied zwischen Wirtschaft, Tourismus und der Marke Südtirol.

FOODPARC AM SEE
Während der Marketer noch für die regionale Küche warb, lockten die beiden Restaurant- und Küchenchefs ständig mit neuen Köstlichkeiten: Burrata, Rindertartar, Spargelsalat mit Bozner-Sauce, Hummus, frittierte Calamari, Risotto mit Amalfi-Zitrone und Garnelen, Rindsschulter mit Sauce Hollandaise und eine Sacher Schnitte füllten die Schälchen und Platten des Flying Menüs.
Philipp Fallmerayer und Ivo Messner kennen sich seit Kindertagen. Die beiden Köche haben gemeinsam in Dubai und in der Sternegastronomie gekocht. Vor zehn Jahren hat ihnen die Stadt das Gelände mit einem abbruchreifen Kiosk für 30 Jahre zur Pacht übergeben. Auflage: den Lidopark mit einem Neubau gastronomisch zu bereichern.
Mit der Terrasse zum See hin ist das Haus nun Restaurant, Bar, Café und Eisdiele zugleich. In der offenen Küche werden vor den Augen der Gäste regionale Produkte und eigene Kräuter mit internationalen Zutaten zu saisonalen Menüs zubereitet.
CC-BY netzvitamine GmbH/ Johannes Leistner








































