DATENHOHEIT

vom Komplexitätstreiber zum strategischen Vorteil
Gästedaten, Content, Bewegungsprofile, Buchungsinformationen, KI-gestützte Ausspielung: Noch nie waren touristische Organisationen so datengetrieben wie heute. Und noch nie war die Frage drängender: Wer hat eigentlich die Kontrolle?
Diese Fragen stellt Robert Klauser in seinem Impulsvortrag zur Session "Datenhoheit und Compliance" am Mittwoch. Der geschäftsführende Gesellschafter der infomax websolutions GmbH in Grassau beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit den Herausforderungen in der digitalen (Tourismus-)Welt. Sein spezielles Interesse gilt insbesondere den Auswirkungen der Digitalisierung auf die touristische Wertschöpfung sowie auf Unternehmensstrukturen.
Datenspeicherung ist noch keine Datenhoheit
Viele Destinationen arbeiten mit einer Vielzahl von Systemen – CMS, Datenhubs, CRM, Booking, Newsletter, Analyse-Tools, KI-Anwendungen. Doch Datenhoheit entsteht nicht automatisch durch Datenspeicherung.
Datenhoheit entscheidet sich an Schnittstellen, Rollenmodellen, Vertragsstrukturen und Architekturprinzipien. Gleichzeitig verschärfen regulatorische Rahmenbedingungen wie DSGVO, Data Act, AI-Act oder NIS2 die Anforderungen an Transparenz, Dokumentation und Governance.
Impuls verweist auf strategische Führungsaufgabe
Robert zeigt, warum Datenhoheit für DMOs und Tourismusunternehmen kein IT-Detail und kein reines Datenschutzthema ist, sondern eine strategische Führungsaufgabe. Anhand typischer Schwachstellen in Destinationen wird deutlich, wo reale Risiken liegen – von Plattformabhängigkeiten über unklare Auftragsverarbeitungen bis hin zu KI-Tools ohne Governance.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie lässt sich digitale Souveränität konkret gestalten? Welche architektonischen Prinzipien schaffen Kontrolle, Auditfähigkeit und Zukunftssicherheit? Und wie kann Compliance vom Pflichtprogramm zum Wettbewerbsvorteil werden?









