SICHTBARKEIT IST NICHT ALLES – Georg Koch

SICHTBARKEIT IST NICHT ALLES: GEO WIRD WICHTIGER ALS SEO
Warum Sichtbarkeit im Tourismus gerade neu verhandelt wird, ist das Thema einer Session am Donnerstag, 7. Mai 2026, beim DSTNCMP26 in Brixen. Georg Koch von der valantic CX Austria GmbH beleuchtet in seinem Impuls, warum es heute nicht mehr genügt, von einer Suchmaschine gefunden zu werden.
Gäste suchen heute immer häufiger direkt über KI, statt über klassische Suchmaschinen. Dadurch verändern sich die Regeln, wie Destinationen online sichtbar werden.
Wie planen wir heute eine Reise?
Mit Dutzenden offenen Browser-Tabs oder mit gezielten Fragen an ein KI-Tool wie ChatGPT oder Copilot? Die Antwort auf diese Frage verweist auf einen Wandel, der viele Bereiche des Tourismus betrifft: Das digitale Verhalten von Gästen verändert sich – und damit auch die Regeln, nach denen Destinationen online sichtbar sind.
Was verändert sich?
Suchmaschinen bleiben wichtig. Doch KI greift immer stärker in die Suche ein. Immer mehr Suchen enden direkt in KI-Antworten oder sie werden gleich an ein KI-Tool gestellt. Somit klicken Gäste weniger, erhalten aber schneller klare Empfehlungen und Antworten. Für Destinationen bedeutet das: gefunden zu werden reicht nicht mehr. Entscheidend ist, Teil der Antwort zu sein, die eine KI ausspielt!
GEO: Was bedeutet das eigentlich?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Im Kern geht es um eine neue Leitfrage: Wie werden Inhalte in KI-Antworten erwähnt, empfohlen oder zitiert? Ganz ohne Technik-Tiefgang: KI liest, verdichtet Informationen, vergleicht Anbieter, bezieht Bewertungen ein und formt daraus eine einzige, kuratierte Antwort.
Entscheidend sind deshalb Inhalte, die klar strukturiert, verständlich, aktuell und glaubwürdig sind. Kurz gesagt: Inhalte, die eine KI gerne zitiert.
Was heißt das konkret für den Tourismus?
Viele Tourismus Akteure produzieren heute qualitativ hochwertigen Content – allerdings noch mit Fokus auf Suchmaschinen-Optimierung. KI bewertet diese Inhalte jedoch nach anderen Kriterien. Entscheidend sind daher neue Fragen:
- Welche unserer Daten sieht die KI überhaupt?
- Versteht die KI sofort, was unsere Destination ausmacht?
- Sind unsere Botschaften klar genug, um von der KI zitiert zu werden?
- Gibt es präzise Antworten auf typische Fragen von Gästen?
Der Impuls will dafür sensibilisieren, dass sich die Spielregeln für Sichtbarkeit im Tourismus verändert haben und dass viele Gäste nicht mehr suchen, sondern einfach einem KI-Tool Fragen stellen. Es genügt damit nicht mehr, gefunden zu werden. Entscheidend ist es, Teil der richtigen KI-Antwort zu sein.









