TRANSFORMATION BEGINNT BEI UNS
TRANSFORMATION BEGINNT BEI UNS SELBST
"Erfolgreiche Transformation beginnt selten mit Technologie. Sie setzt eine innere Haltung, Bereitschaft zur Selbstveränderung und den Mut zum Kurswechsel voraus. Man muss die ‚Moments of Disruption‘ erkennen, auch wenn es zunächst nur ein Bauchgefühl ist; prüfen, ob ein Kurswechsel sinnvoll ist und dann Veränderungen mutig angehen."
Mit diesen Worten appellierte Chaichana Sinthuaree in seiner Keynote beim DSTNCMP26 in Brixen an die permanente Veränderungsbereitschaft der rund 220 Teilnehmenden. Seine zentrale Botschaft: Technologie ist kaufbar, Kultur muss entwickelt werden. Erfolg aus der Vergangenheit dürfe nicht als Ausrede dienen, notwendige Veränderungen zu verschieben: "Was gestern geholfen hat und heute vielleicht noch gut ist, hilft morgen wahrscheinlich nicht mehr."
Chaichana "Chai" Sinthuaree brachte seine persönliche Geschichte in die Rede ein: als Kleinkind mit seiner Mutter aus Thailand nach Deutschland gekommen, Schul- und Studienabbrüche, Stationen als Multimedia-Producer und schließlich eine Karriere als renommierter Experte für CRM und integrierte digitale Marketingstrategien. Er war CEO im Digital Business, Deutschland-Chef der Agentur Ogilvy, Chief Digital & Media Officer bei Eckes-Granini und leitete die Transformation von ASS Athletic Sport Sponsoring.
Seine Erfahrung aus vielen persönlichen und beruflichen Transformationsprozessen: Erfolgsmodelle lassen sich nicht einfach 1:1 übertragen; Werte und Kultur eines Systems müssen definiert und verändert werden.
DSTNCMP26 IN BRIXEN ERÖFFNET
Das 16. DestinationCamp findet erstmals in Südtirol statt. Vom 5. bis 7. Mai treffen sich in Brixen rund 220 Expertinnen und Experten aus Tourismus, Wissenschaft, Beherbergung, Agenturen, Technologie und Plattformen. Ein zentrales Thema ist die Transformation in Beherbergung, Architektur sowie Stadt-, Regional- und Industrieentwicklung.
Nach der Akkreditierung im ikonisch-modernen Gebäude der Touristinfo, einem Begrüßungs-Umtrunk und den regionaltypischen Tirtlan im nostalgisch-historischen Herrengarten schlenderten die Teilnehmenden durch die Altstadtgassen zum Eröffnungsabend.
Als Eröffnungsort diente eine graffitiverzierte Baracke des Schenoni Urban Lab auf dem Gelände der ehemaligen Schenoni-Kaserne. Brixens Bürgermeister Andreas Jungmann erläuterte, dass das fast 20.000 Quadratmeter große Areal im Rahmen eines in Italien erstmaligen kooperativen Planungsprozesses zu einem neuen Wohn- und Kulturquartier im Stadtteil Milland entwickelt werden soll.
Organisator Benjamin Buhl betonte, dass die Wahl der Location die Notwendigkeit von Transformation besonders deutlich mache und Tourismuschef Werner Zanotti versprach:
Wir wollen Spannendes zeigen, wollen überraschen, mutig und einzigartig sein.
DENKRAUM, ERFAHRUNGSRAUM UND MITREISSENDE PITCHES
Das DSTNCMP26 versteht sich vormittags als Denkraum und nachmittags als Erfahrungsraum für Innovationstransfer, erklärte Talkmaster Bernhard "Börnie" Lingg. Die Moderationsteams warben mit beeindruckenden Pitches um die Teilnehmenden:
- Yvonne und Isabell setzten auf einen "Nummernboy", um männliche Teilnehmende für ihr Thema Female Leadership zu gewinnen.
- Bernd und Regina zeigten mit einer Kerze, dass gute Absicht ohne Tat keine Veränderung bewirkt.
- Lukas schenkte Urs analog zum Silvesterknaller "Same Procedure" reinen Wein zu digitalen Daten ein.
- Gesa und Simona warben eloquent für Kommunikation und Personalisierung.
- Marco und Luke rappten,
- Ilka und Nicole traten als Kabinen-Crew für Co-Kreation ein.
- Anna und Emily wollen konkrete Anpassungsstrategien mit ihren Workshop-Teilnehmenden entwickeln.
Die Teilnehmenden können in den nächsten beiden Tagen aus 28 Workshop-Sessions und vier Vorträgen in der netzvitamineAKADEMIE wählen.
BRIXEN WATER LIGHT FESTIVAL
Zum Abschluss des Abends machte die Licht- und Klanginstallation "+3° Hot Machines" von Liminal State ein drängendes Thema sichtbar: das Verhältnis von Mensch und Maschine, Energieverbrauch und Wärmeausstoß. Die Transmedia-Künstler Saverio Villirillo und Gregorio Comandini zeigten, dass KI Hitze erzeugt und Rechenzentren gekühlt werden müssen, wo sonst Tausende Haushalte geheizt werden könnten. Nebel am Boden und aufsteigende warme Strahlungen aus Lampen und Screens legten thermische Strömungen offen und machten die unsichtbare Energie sichtbar, die unsere Umwelt belastet.
Die Installation ist eine von 23 Beiträgen des Brixen Water Light Festival, das parallel zum DestinationCamp die Innenstadt in eine Open‑Air‑Galerie verwandelt. Unter dem Motto "Wasser ist Leben – Licht ist Kunst" entstand ein atmosphärischer Parcours zwischen Poesie, Staunen und neuen Perspektiven auf die Stadt.
ÄLTESTES WIRTSHAUS MIT MORDERNSTER VINOTHEK
Der Kontrast zwischen rumpeliger Eröffnungslocation und dem Abendessen im ältesten Wirtshaus der Stadt zeigte Brixens Spiel mit Gegensätzen: Die Teilnehmenden betraten in der engen Altstadtgasse einen modernen Windfang aus Schwarzstahl, stiegen über jahrhundertealte Treppen in historische Stuben des Finsterwirt und fanden im Erdgeschoss die puristische Vinothek Vitis mit über 400 Weinen. Sowohl im 500 Jahre alten "Finsterwirt" als auch im topmodernen Vitis und im begrünten Lichthof warteten verschiedene Menüstationen mit regionalen Spezialitäten auf die Abendgäste: frischer Mozzarella, Alpensaibling mit Sylvanerschaum, geschmorte Schweinswangen mit Polenta, Bärlauchknödel mit Almkäse‑Spuma sowie süße Desserts und Eis — begleitet von acht Winzern, die ihre passenden Weine persönlich ausschenkten und erklärten.
Die drei Vollblutmusiker "Die Schmeichler" begeisterten in allen Räumen mit Dixieland, Jazz sowie deutschen und italienischen Schlagern aus den 20er bis 60er-Jahren und sorgten so für eine beschwingte Umrahmung des fröhlichen Abends.
CC-BY netzvitamine GmbH/ Johannes Leistner





































