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Fazit und Appell #DCHH18: Gelassenheit!


am 27.05.2018 von Wolfgang Weiler

Mit sechs exzellenten "Szenario-Werkstätten“ ist am Sonntag (27.Mai) das 8. DestinationCamp in Hamburg zu Ende gegangen. Thematisch waren sie so unterschiedlich wie die 18 Sessions zu den Themen. Aber aus allen Positionen und Erkenntnissen schälte sich ein Überthema heraus, ein Motto, vielleicht auch ein Appell: GELASSENHEIT!

#DCHH18 Tag 3 (c) netzvitamine und Johannes Leistner
#DCHH18 Tag 3 © netzvitamine & Johannes Leistner

Hatte das DestinationCamp im Vorjahr noch mit dem fast trotzigen Beharren auf der "Stellschraube Mensch" als dem entscheidenden Rädchen im Mensch-Maschine-System geendet, zeigten die Teilnehmer beim DCHH18 eine geerdete Selbstgewissheit:

Auf uns kommt es an. Wir dürfen uns nicht ständig von neuen EU-Gesetzen, Digitalisierungsängsten, politischen Spaßbremsen und monetären Restriktionen durch das Jahr schubsen lassen. Wir wollen aktiv gestalten! Zukunftsweisend ist nicht vorauseilender Aktionismus, sondern standhafte GELASSENHEIT!

Es gelte vor allem, Balancen aktiv zu managen: die persönliche Work-Life-Balance. Die Balance zwischen der Aufenthaltsqualität für Urlauber und der Lebensqualität für Einheimische. Die Ausgewogenheit von technisch machbaren virtuellen Angeboten und dem sinnlichen analogen Erleben.

DCHH18 Tag 3 (c) netzvitamine und Johannes Leistner
DCHH18 Tag 3 © netzvitamine & Johannes Leistner

Auch die Digitalisierung gelingt besser mit Gelassenheit

Entlang der Customer Journey gibt es viele Ansatzpunkte für Automatisierung und Digitalisierung und damit werden sich Anforderungen verändern, auch Arbeitsschritte und Arbeitsplätze wegfallen - aber mit den freigesetzten Kapazitäten ließen sich dafür andere Aufgaben intensivieren. Etwa die Markenpflege, eine verbesserte Qualitätskontrolle, die intensivere Ausrichtung der DMO auf die Bedürfnisse von Gästen und Einheimischen. Das sei zugleich die "Lebensversicherung für die DMO".

Die Besinnung auf analoge Gegengewichte zu den allseits propagierten Digitalisierungsmöglichkeiten und Zukunftsvisionen wurde an vielen Stellen deutlich. Zugleich zeigte sich aber auch ein zunehmend pragmatischer Umgang mit den Fragen und Herausforderungen der Digitalisierung. Destinationen und Plattformbetreiber entwickelten gar ein Modell zur gemeinsamen Datennutzung und Datenprofilierung in einem anonymisierten Daten-Hub. Doch auch solche erstrebenswerte Entwicklugen müssen noch Vorurteile und Ängste beiseiteschieben, brauchen Zeit - brauchen GELASSENHEIT!

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#DCHH18 Tag 3 © netzvitamine & Johannes Leistner

Weitere Ergebnisse der Szenario-Werkstätten an Tag 3

MyDMO 2025 nutzt die Möglichkeiten der KI für maßgeschneiderte Angebote (abgestimmt auf Gefühle, Motivationen, Kontostand, Alter etc.). Ihre Aufgaben sind die Gestaltung des Erlebnisraumes, Vernetzung verschiedener Erlebnisräume und das kontextbasierte Datenmanagement.

Auch das Touristoffice der Zukunft wurde entworfen. Sie wandelt sich zum Flagship-Store des Ortes oder der Region, ist Treffpunkt von Gästen und Einheimischen, ihre Mitarbeiter sind leidenschaftliche Markenbegeisterer und hervorragende Ortskenner.

Die rote Gruppe erarbeitete ein Konzept für den Kurort der Zukunft, in dem sich die Sehnsucht nach intensiven Naturerlebnissen, nach persönlicher Zuwendung, positiver Selbstwahrnehmung und Veränderungsbereitschaft aufs trefflichste widerspiegeln und - dank einer dosierten Digitalisierung von Abläufen - auch realisieren lassen.

#DCHH18 Tag 3 (c) netzvitamine und Johannes Leistner
#DCHH18 Tag 3 © netzvitamine & Johannes Leistner

Was macht den Erfolg in unseren Karrieren aus, fragte sich die gelbe Gruppe und definierte verschiedene Variablen: Flexibilität in Raum und Zeit, individualisierte Arbeitszeitgestaltung, Kulturwandel, Sinnstiftung, Kommunikations-, Problemlösungs-, Konflikt- und Reflexionsfähigkeit.

In der idealtypischen Datenbank fließen alle Daten zusammen - sowohl die vom Gast freigegebenen, als auch die von der Plattform gesammelten und von der Destination eingepflegten Daten. Das Zusammenführen und Ausspielen der Daten in diesem kollaborativen Datenhub-System regelt über alle erforderliche Anonymisierung hinweg ein Lizenzmodell mit unterschiedlichen Kosten- und Zugriffsregelungen.

Am Magic Round Table diskutierten die Teilnehmer über Zukunftsvisionen und Innovationspotenziale, Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Formats "Round Table", branchenübergreifende Fortbildungs- und Know-how-Plattformen, sektorenübergreifende Zusammenarbeit und Karrierefragen junger Teilnehmer. Eines der vielen Ergebnisse, über welches im Plenum auch online abgestimmt wurde: in 2019 soll es eine Session geben, in der zuerst die Frauen am Tisch stehen und reden und die Männer hinten sitzen und nur zuhören dürfen und anschließend die Rollen umgekehrt werden. "Einfach machen" ist das präferierte Mindset. Eben: GELASSENHEIT!

Franziska Thiele (c) netzvitamine und Johannes Leistner
Franziska Thiele © netzvitamine & Johannes Leistner

Neu ab 2019: das DCHH zieht um

Auf Wunsch vieler Teilnehmer wird das DestinationCamp ab 2019 von den Wochenenden auf Werktage verlegt. So bleibt das Wochenende frei für die Familie - oder für die Erkundung der Metropolregion Hamburg. Save the Date: Mittwoch 22. Mai bis Freitag, 24. Mai 2019!

Werkschau erscheint im August

Die diesjährige Werkschau mit den ausführlichen Ergebnissen des DestinationCamp 2018 erscheint voraussichtlich im August.

Und hier kommt die filmische Zusammenfassung von Tag 3

Die Videodokumentation 2018 wird am dritten Tag präsentiert von ST. ELMO'S Tourismusmarketing, Parkster und Schöler Druck & Medien:

Und die Fotos von Tag 3:

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